informatives

die ringelblume (calendula officinalis)
die ringelblume wurde schon im 12. jh. von der hl. hildegard gegen verdauungsstörungen und ekzeme empfohlen. im mittelalter war sie eine geschätzte heilpflanze und wurde bei leberleiden, milzbeschwerden, herzklopfen, gebärmutterleiden und zur beschleunigung der geburt verwendet.
matthiolus setzte sie bei krebsleiden ein. in der volksmedizin war besonders die äusserliche anwendung gebräuchlich. als tinktur oder salbe wurde sie bei schlecht heilenden wunden, geschwüren, verbrennungen und brustdrüsenentzündungen eingesetzt.
auch heute noch wird ringelblume häufig als salbe bei wunden, rissigen händen, furunkeln, nagelbett-entzündungen, unterschenkel- geschwüren, verbrennungen u.a. angewendet. als tee ist sie bestandteil eines leber-galle tees.
im bäuerlichen brauchtum war sie ein wetteranzeiger: wenn sie ihre blüten bis 8 uhr noch nicht geöffnet haben, gibt es noch am gleichen tag regen. daher kommt der name regenblume.
ringelblume wird bei uns angebaut, war wahrscheinlich ursprünglich in südosteuropa beheimatet.
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